Theresien-Gymnasium Ansbach

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Slowakeiaustausch

Preis für grenzüberschreitendes Gemeinschaftsprojekt

Schüler des Theresien-Gymnasiums haben zusammen mit dem P.O. Hviezdoslav Gymnasium aus Kezmarok erfolgreich am Schülerwettbewerb "Wir in Europa: die Deutschen und Ihre östlichen Nachbarn" teilgenommen. Während ihres Aufenthaltes in der Slowakei haben sich die Teilnehmer des Schüleraustauschs mit einem Kreativbeitrag aus dem Bereich Literatur an dem Landeswettbewerb des bayerischen Kultusministeriums beteiligt. Hierbei wurde ein Gedicht von P.O. Hviezdoslav, einem berühmten slowakischen Dichter und Namensgeber der slowakischen Partnerschule genauer betrachtet. In einem grenzüberschreitendem Gemeinschaftsprojekt wurde das Gedicht "Blutsonette" auf deutsch übersetzt, ein slowakisch/deutsches Wörterbuch erstellt und in slowakische und deutsche Jugendsprache übertragen. Die 30 Teilnehmer des Austausches hatten die Aufgabe, jede Strophe in einer Zeichnung  und in einem Standbild beim Abschlussabend szenisch darzustellen. Als Belohnung für den gelungenen Wettbewerbsbeitrag durften jeweils drei slowakische und drei deutsche SchülerInnen mit Ihren betreuenden Lehrkräften für drei nach Passau zur Abschlussveranstaltung reisen und das Preisgeld in Höhe von 500€ entgegen nehmen.

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Bericht über den Besuch der Slowaken in Ansbach

Wie heißt es so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben. Und da die Slowaken uns einen wunderbaren Aufenthalt ermöglicht haben, waren wir gewillt, es ihnen gleichzutun und versuchten, ihnen etwas zurück zu geben. Alles was wir dafür brauchten, hatten wir quasi in der Tasche: geduldige Lehrer, engagierte Schüler, ein abwechslungsreiches Programm und einen Busfahrer!

Am 18.6 also wurden Rollen getauscht, wir durften etwas verschlafene und zerknautschte Slowaken bei uns am ThG begrüßen. Die Ankunft verlief reibungslos und nach einer kurzen Begrüßung wurde dem wahren Beginn des Rücktausches entgegen gefiebert.

Der Freitag begann mit einer interessanten Begrüßung durch die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Homm-Vogel, gleich darauf ging es weiter quer durch Ansbach um unseren slowakischen Freunden ein Bild von unserer Heimat zu vermitteln. Eine Führung durch die bekannte Residenz durfte natürlich nicht fehlen, ebenso wie der abendliche Besuch des Schultheaters.

Am Samstag führte unser Busfahrer uns nach Rothenburg, aber nach einigen Stunden in der historischen Altstadt zog es uns in den nahegelegenen Kletterpark. Hierbei war der Muskelkater schon vorprogrammiert.

Nachdem der Sonntag individuell in den Familien verbracht worden war, stand am Montag für die Slowaken eine Fahrt nach Nürnberg an. Während die Gastgeber die Schulbank drücken mussten durften die Slowaken im Erfahrungsfeld der Sinne ihre Augen, Ohren und Nasen nicht nur auf die Probe stellen, sondern im Dunkelcafé ihre Sinne unter extremen Bedingungen testen.

Dienstag und Mittwoch wurde unserer Projektarbeit gewidmet. Unter dem Motto „Hinschauen statt Wegschauen“ besuchten wir die Lebenshilfe Werkstätten in Ansbach und die Mainfränkischen Werkstätten in Würzburg. Diese Erfahrung war interessant und einprägsam für alle Teilnehmer. Besonders bereichernd war in Ansbach die Arbeit in Tandems in den verschiedenen Gruppen. Aber auch die Erfahrungen im „Theater Augenblick“ der Mainfränkischen Werkstätten in Würzburg war für viele  Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.

Den Donnerstag verbrachten wir in der Schule, teilweise waren wir mit der Nachbereitung der Projekte beschäftigt, der Vorbereitung auf Passau oder einfach „nur“ im Unterricht. Der Nachmittag wurde genutzt um Andenken, Mitbringsel und sonstige Spezialitäten (wie beispielsweise 1kg Gummibärchen) einzukaufen. Diese wurden dann beim gemeinsamen Pizzaessen präsentiert.

Der Freitag war der schwerste Tag von allen: Er ist der Beweis, dass alles Schöne irgendwann zu Ende geht. Nach der Verabschiedung durch unseren Schulleiter durften die Slowaken mit den Südafrikanern eine Stadtrallye machen. Im Anschluss konnten alle Beteiligten bei sommerlichen Temperaturen das kühle Nass im Aquella genießen.

Am Samstag hieß es dann Abschied nehmen von unseren slowakischen Freunden. Das ganze fand wie immer zu einer unangenehmen Zeit statt, morgens um 5.45h. Ob es ein Abschied für immer sein wird? Das weiß keiner. Aber eines steht fest: Wir werden die gemeinsame Zeit und die gesammelten Erfahrungen nie vergessen.                                                                                                    

Carina, Johanna

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Bericht über den Aufenthalt in der Slowakei im Februar 2015

Alles begann an einem kalten Januarmorgen, an dem sich 15 Schüler des Theresien-Gymnasiums um 5.45 vor der Schule versammelten. Nachdem alles Hab und Gut im Bus verstaut war, ging es auf zu einer vierzehnstündigen Reise nach Kežmarok in die Slowakei.

Abends gegen 20.00 kamen wir in der Schule in Kežmarok an und wurden in ein Klassenzimmer geführt. Dort lernten wir unsere Gastfamilien kennen und diese führten uns zu unserem slowakischen Zuhause auf Zeit. Wir waren alle sehr froh über die äußerst herzliche Begrüßung der Schülerinnen und Schüler, aber auch über die Fürsorge der slowakischen Lehrerin Maria Krempaska, sie haben uns sehr geholfen und schnell heimisch zu fühlen.

Die Slowakei ist ein sehr vielfältiges Land, was wir bei unserem Aufenthalt schnell spüren durften. Aufgrund der hohen Minusgrade lag viel Schnee, so dass uns das Skifahren große Freude bereitete. Auch die ungewohnten -10°C hielten uns nicht davon ab, einen Ausflug in die wunderschöne Stadt Kosiče und das dort vorhandene Naturwissenschaftliche Museum zu machen. Unseren vorletzten Abend verbrachten wir mit unseren Gastfamilien bei einem bunten Abend, an dem wir unser Projekt, ein Gedicht von P.O. Hviezdoslav vorstellen durften. Jede Familie brachte eine von ihnen vorbereitete, slowakische Spezialität mit, so dass wir an einem leckeren Buffet viele Köstlichkeiten probieren konnten.

Nach wundervollen 10 Tage in einer anderen Kultur war unser Abenteuer Slowakei leider schon zu Ende.

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Slowakische Schüler zu Gast in Ansbach (2013)

Der Schüleraustausch mit dem P.O. Hviedoslav- Gymnasium in Kežmarok und dem Theresien Gymnasium besteht bereits seit 19 Jahren. Die Stadt Kežmarok liegt am Fuße der Hohen Tatra, dem kleinsten Hochgebirge der Welt. Von dort aus machten sich 22 slowakische Schülerinnen und Schüler Ende September auf den Weg, um ihre Austauschpartner in Ansbach zu besuchen. Nach einer 14 - stündigen Busfahrt wurden die slowakischen Gäste von den Mittelfranken herzlich in Empfang genommen. Die nächsten 10 Tage standen ganz unter dem Motto „Natur und Kultur verbindet“. Neben der Erkundung der Stadt Ansbach hatten die Schüler die Möglichkeit den Naturpark Frankenhöhe und die fränkische Schweiz kennen zu lernen, die Teufelshöhle zu besichtigen und die Sommerrodelbahn zu testen. Natürlich standen auch eine Stadtführung in Rothenburg und eine Führung zum Thema Nachhaltigkeit in Nürnberg mit dem Titel; „vom Gartenguerilla zum Grünkernbratling“ auf dem Programm. Auf diesem Weg konnten die Schüler viele Eindrücke vom bewussten Umgang mit der Natur gewinnen. Einige Ergebnisse dieser Beobachtungen wurden den Gastfamilien ab Abschlussabend präsentiert. Neben diesen Programmpunkten passierte das Wichtigste aber im Hintergrund: ein kleiner gemeinsamer Schritt in Richtung eines zusammenwachsenden Europas.

Ein großer Dank gebührt der Schulleitung und allen Kollegen, die den Austausch unterstützt haben, und vor allem auch den Eltern bzw. Gastfamilien, die maßgeblich zu dem Erfolg beigetragen haben. Durch Ihre Hilfe haben sich die Gäste in Ansbach sehr wohl gefühlt haben und dazu beigetragen, dass der Austausch kann als spannenden und unvergesslichen Erfahrung  für alle Beteiligten bezeichnet werden kann.

R. Hammer, M. Arlt

Bilder aus Kežmarok:

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Bilder aus Ansbach:

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