Theresien-Gymnasium Ansbach

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Besuch des „Revolution Train“ am 12.10.17

Alle 8. Klassen des ThGs hatten am 12.10.17 die Möglichkeit den „Revolution Train“, der für 3 Tage am Güterbahnhof des Ansbacher Bahnhofs Station machte, zu besuchen.

„Revolution Train“ ist ein deutsch-tschechisches, grenzübergreifendes Projekt, dessen Ziel die Suchtprävention ist; die Zielgruppe dieses privat initiierten und von Spenden finanzierten Projekts sind 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche. In Ansbach wurde der Aufenthalt des „Revolution Train“ vom Jugendamt der Stadt koordiniert und von der Kriminalpolizei mitbetreut.

Der Zug, der noch aus der ehemaligen DDR stammt, wurde so umgebaut, dass in 6 Waggons die Anfänge, Entwicklung und Folgen einer Drogen“karriere“, die tödlich endet, nachgezeichnet werden. Die Besucher erleben diese Geschichte auf anschauliche und teilweise sehr drastische Weise mit; mit Hilfe eines Films, der den Handlungsstrang bildet, in Räumen in denen die Stationen der Sucht (z.B. Autounfall, Polizeistation, Drogennest) nachgestellt werden und nicht zuletzt durch das Wissen, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit basiert .

In Gruppen zu je ca. 16 Personen begleiteten Polizeibeamte oder Pädagogen die 8. Klässler auf ihrer 90 minütigen Tour durch den Zug. Dabei wurden auch mit Hilfe eines anonymen Fragebogens Daten gesammelt, die helfen sollen, weitere, zielgruppenspezifische Konzepte zur Drogenprävention zu entwickeln.

Der Zug selbst stellt ein einfallsreiches Detail dieses multimedialen Konzepts dar. Das Äußere wurde mit Stahl verkleidet, so dass der Eindruck eines Panzers entsteht, während man sich drinnen im Inneren eines menschlichen Körpers wähnt; die Wände zeigen in den ersten Waggons Blutgefäße, die noch rot, prall gefüllt und gesund sind. Je weiter man jedoch im Zug läuft, also je weiter die Drogensucht fortschreitet, desto grauer werden sie und wirken immer zerfressener. Im vorletzten Waggons sind sie fast vollständig zerstört. Dadurch wird jedem klar, wie zerstörerisch Drogenmissbrauch auf den menschlichen Körper wirkt.

In diesem Sinne richtet sich das Schlusswort der Führung an die jugendlichen Besucher, nachzudenken, „was ihr in eurem Leben lassen wollt und was nicht. Damit ihr auch dann nachdenkt, wenn euch vielleicht der beste Freund eine Droge anbietet. […]“ und ihr Leben nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Schaffer

002003

 

Schulchronik


Erstellt 1987 aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Vereins der Freunde des ThG.