Theresien-Gymnasium Ansbach

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Platz 3 bei der DJSM

Aus dem diesjährigen Qualifikationsturnier für die Deutsche Jugend Sudokumeisterschaft (= DJSM) ging Franziska T. aus der 11.Klasse als Gesamtsiegerin der Schule hervor. Den dadurch erworbenen Startplatz beim bundesweiten Turnier trat sie nun an.

M.Stiegler: „Liebe Franziska, das bundesweite Sudokuturnier ist letztes Wochenende über die Bühne gegangen. Wie ist es denn für Dich gelaufen?“

Franziska T.: „Ich nahm ja schon im letzten Jahr an der Qualifikationsrunde in der Schule teil. Damals war ich mit meinem dritten Platz in der Mittelstufe sehr zufrieden und dachte eigentlich nicht, dass es dieses Mal noch besser werden würde. Irgendwie schaffte ich nun aber die Qualifikation zur DJSM und freute mich natürlich über diese Chance. Bei der Meisterschaft im hessischen Herbstein lief es auch ziemlich gut und letztendlich erzielte ich den dritten Platz.“

M.Stiegler: „Aus dem Stand einen so hervorragenden Platz zu belegen ist super! Meinen herzlichen Glückwunsch dazu! Schildere bitte mal, wie der Ablauf des Turniers war.“

Franziska T.: „Dankeschön erstmal für die Glückwünsche! Insgesamt gab es für uns an diesem Samstagmorgen drei Runden. Die Erste bestand aus sechs Standard-Sudokus und wir hatten dafür 25 Minuten Zeit. Danach kam die gemischte Runde, die 60 Minuten dauerte, wobei nun auch Sudoku-Varianten, wie Diagonal-, Thermometer- oder Pünktchen-Sudokus dran kamen. Das sind Sudokus, in denen zu Beginn oft keine einzige Zahl steht.  Die letzte Runde, also der Endspurt, dauerte 35 Minuten und es waren wieder vor allem Standard-Sudokus gefragt. Das gesamte Turnier fand am Vormittag statt, die Siegerehrung folgte nach dem Mittagessen (das übrigens sehr lecker war) um 13:15 Uhr.“

M.Stiegler: „Da wurde dann doch noch mal einiges abverlangt und das in so kurzer Zeit! Hattest Du auch Gelegenheit die anderen Teilnehmer etwas näher kennen zu lernen?“

Franziska T.: „Ja, dafür war vor allem am Freitagabend und beim Essen Zeit. Insgesamt waren wir 21 jugendliche und um die 40 erwachsene Teilnehmer. Nach dem Abendessen konnte ich mit einigen anderen sogar die Sportart "Disc Golf" auf einem naheliegenden Platz ausprobieren. Dabei wird versucht, eine Art Frisbee mit mehreren Würfen in einem Metallkorb in 40 bis 250 Metern Entfernung zu versenken. Die Regeln sind ähnlich wie beim normalen Golf und besonders im Dunkeln kann das sehr interessant werden. Vor allem, wenn man so etwas vorher noch nie gemacht hat und ziemlich viele Bäume und Büsche in der näheren Umgebung herumstehen. Auch beim gemeinsamen Sudokus lösen (unabhängig vom Turnier), kommt man schnell mit den Anderen in Kontakt. Insgesamt lernte ich viele tolle und interessante Menschen kennen und traf sogar einige bekannte Rätselautoren persönlich. Zum Beispiel war Stefan Heine dabei, dessen Rätselhefte man in jeder Buchhandlung und an jedem Bahnhofskiosk kaufen kann.“

M.Stiegler: „Hast Du Dich eigentlich in einer bestimmten Form auf das Turnier in der Schule oder dann die DJSM vorbereitet?“

Franziska T.: „Für die Qualifikation hatte ich mich, die drei Tagesrätsel ausgenommen, nicht speziell vorbereitet. Ich hatte ja auch nicht den Anspruch, irgendetwas zu gewinnen und in der Klausurenzeit hat man vielleicht doch auch ein bisschen was anderes zu tun. Aber in den letzten zehn Jahren ist kaum ein Sudoku-Rätsel in eine Zeitung oder Zeitschrift ungelöst an mir vorbeigekommen. Als klar war, dass ich zur DJSM fahren darf, löste ich zu Übungszwecken einige Sudokus aus den Heften, die ich als Preis bekommen hatte. Außerdem druckte ich mir Rätsel von der Homepage der "Logic Masters", die alle Sudoku Meisterschaften in Deutschland und teilweise auch international organisieren, aus und bearbeitete diese.“

M.Stiegler: „Der Spaß am Knobeln ist sicher mit die wichtigste Vorraussetzung für einen derartigen Erfolg. Wie bist Du denn zum Rätseln gekommen?“

Franziska T.: „Da haben Sie Recht, das ist eindeutig die wichtigste Voraussetzung und dazu natürlich noch viel, viel Üben. Da es mir aber so viel Spaß macht, ist das gar kein Problem und eher Entspannung und Ausgleich zur Schule als Stress oder Verpflichtung. Meine ersten Sudokus machte ich, glaube ich, zusammen mit meiner Oma, die auch heute noch begeistert von jeder Art von Knobelrätseln ist und natürlich auch sehr stolz auf mich war. Durch sie fand ich schon ziemlich früh den Spaß daran und übte die Ausdauer und Geduld, die man vor allem für manche Varianten dringend benötigt. Besonders die Rätsel-Variante "Str8ts" fasziniert mich seit einigen Jahren, nur leider gibt es davon noch nicht allzu viele Hefte zu kaufen.“

M.Stiegler: „Dieses Jahr hast Du leider die Teilnahme an der Weltmeisterschaft knapp verpasst. Wirst Du 2018 nochmal angreifen? Müssen die anderen ThG-Rätsler vor Dir zittern?“

Franziska T.: „Also zittern sollte glaube ich niemand hier. Ich finde, dass jeder, der Spaß an Sudokus hat, mitmachen und sein Glück versuchen sollte, egal welchen Platz er oder sie letztlich belegt. Denn hauptsächlich geht es doch darum, gemeinsam zu rätseln. Der "Wettkampfmodus" sollte meiner Meinung nach nur ein kleiner zusätzlicher Ansporn sein. Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mitmachen und würde mich natürlich freuen, noch einmal bei einer DJSM dabei sein zu dürfen. Dass es dieses Mal mit der Weltmeisterschaft nicht ganz geklappt hat, ist nicht so schlimm. Ich bin mit dem dritten Platz bei meiner ersten Deutschen Meisterschaft sehr zufrieden. Wer weiß, vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr, da ist der Austragungsort der WM auch nicht ganz so weit entfernt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das kommende Schulturnier und will mich noch einmal ganz herzlich bei Katharina Bauernschmitt von den "Logic Masters", Herrn Frisch und Ihnen, Herrn Stiegler, für die Organisation und das Ermöglichen einer solchen tollen Erfahrung bedanken.“

M.Stiegler: „Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit zur Beantwortung der Fragen genommen hast. Weiterhin alles Gute und viel Freude beim Rätseln.“