Theresien-Gymnasium Ansbach

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Exkursion der Aqua-Terra AG - „Den Kröten auf der Spur“

Am 21.03.2017 zogen wir, 25 Aquaterrianer, nach Geisengrund zum dortigen Krötenzaun, um als Helfer in der Not Hunderte Amphibienleben zu retten. Bereits um 7:00 Uhr am Morgen trafen wir uns, um unter Anleitung des Amphibienzaunbetreuers Herrn Hauer rund 30 in die Erde eingegrabene Eimer entlang des Krötenzauns zu kontrollieren.

Trotz der Kälte und der frühen Uhrzeit lauschten wir gespannt den Erklärungen von Herrn Hauer, der zuerst mal klarstellte, wieso Krötenzäune überhaupt existieren. Einige von uns wussten schon, dass Kröten, Molche und Frösche im Frühling wieder zum Laichen zu ihrem Geburtsort zurückwandern und dass viele von ihnen auf ihrem Weg dorthin beim Überqueren von Straßen tragischer Weise überfahren werden. Gäbe es nun keine engagierten Naturschützer, wie Herrn Hauer, der sich für das Aufstellen von Krötenzäunen einsetzt und die über mehrere Wochen notwendigen täglichen Kontrollgänge und Entleerungen der Eimer koordiniert, wäre die Zahl der überfahrenen Amphibien unvorstellbar schrecklich groß. Herr Hauer nannte uns die in unserer Region vorkommenden Amphibienarten und deren Fressfeinde. Er erklärte die Unterschiede zwischen Erdkröten-Männchen und Weibchen, die wir später dann auch gleich erkennen mussten, da jeder gefundene Lurch und dessen Geschlecht notiert werden sollte.

Dann ging es auch schon los und gleich der erste Krötenzauneimer war ein riesen Erfolg. Es wurde am Anfang zwar noch stark gegrübelt, ob ein Männchen oder ein Weibchen vorliegt, doch schon beim zweiten Eimer erkannten wir dies sofort. Außer den vielen Erdkröten, die wir in den Eimern fanden, entdeckten wir entlang des Krötenzauns auch Bergmolche und sogar einen Teichmolch. Dieser dachte wohl, es sei besonders schlau sich tot zu stellen und viele von uns nahmen ihm das auch ab. Aber bei genauerer Betrachtung stellte sich dann doch heraus, dass er noch lebte.

Nachdem der Zaun komplett abgelaufen war, und alle Kröten eingesammelt wurden, brachten wir sie sicher über die Straße und zu ihrem Weiher. Dort setzten wir sie ganz vorsichtig direkt ins Wasser, damit die Vögel keine Gelegenheit hatten, sie auf dem Weg zum Wasser noch schnell zu fressen. Zusammenfassend retteten wir stolzen 227 Erdkröten sowie einem Teichmolch und vier Bergmolchen das Leben. Wir erkannten auch anhand der vielen überfahrenen Kröten, die auf der Straße lagen an deren Ränder kein Krötenzaun aufgebaut war, wie wichtig dieser tatsächlich ist. Unsere Exkursion war ein voller Erfolg, wir haben viel gelernt, auch zum Thema Naturschutz. Wir alle hoffen, dass es nächstes Jahr wieder einen solchen Ausflug geben wird.

Marie Frank, 9b

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Schulchronik


Erstellt 1987 aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Vereins der Freunde des ThG.