Theresien-Gymnasium Ansbach

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Die Erzeugung des Honigs bis zur Abfüllung

schuleigener Honig des Theresien-Gymnasiumsschuleigener Honig des Theresien-GymnasiumsDer Kreisvorsitzende des Landesverbands Bayerischer Imker, Herr Norbert Hauer, stellte bei seinem Besuch am Theresien-Gymnasium sowohl dem P-Seminar "Bildung.beflügelt" als auch der Schulimkerei vor, wie der Honig vom Bienenstock bis zum Frühstückstisch gelangt.
Basis für die Erzeugung von Honig sind die Nektartropfen am Blütengrund der Pflanzen oder auch Honigtau, der von Blattläusen ausgeschieden wird. Beides muss zunächst gesammelt werden. Durch die Blütenstetigkeit der Bienen, das heißt dass diese bevorzugt immer die Blüten einer Pflanzenart anfliegen, werden der Pflanze immer die richtigen Pollen geliefert und der Imker erhält einen Sortenhonig. Bei ihrem Blütenbesuch, bei dem gleichzeitig durch die Übertragung der Pollen die Bestäubung der Pflanze erfolgt, ertasten die Bienen den Nektar mit ihrer Zunge und nehmen ihn mit ihren leckend-saugenden Mundwerkzeugen auf. Anschließend gelangt er über die Speiseröhre in die Honigblase; geschützt durch einen vorgeschalteten Ventiltrichter werden z.B.Haare, die nicht in den Honig gehören, herausgefiltert. Danach erfolgt die Verarbeitung des Nektars sowie die des Honigtaus. Die Umwandlung zum Honig erfolgt durch den Wasserentzug und die Anreicherung mit Sekreten, in welchen wichtige Enzyme enthalten sind. Wenn der Honig reif ist, werden die Zellen verdeckelt. Die Honigernte des Imkers geht immer morgens von statten. Wichtig hierbei sind vor allem die sauberen Geräte. Die Waben, die zum Schleudern verwendet werden, müssen brutfrei sein. Dann werden die verschlossenen Honigwaben z.B. mit einer Entdeckelungsgabel geöffnet und geschleudert. Dies geschieht in der Honigschleuder erst in langsamen Tempo, um einen Wabenbruch zu vermeiden. Mithilfe eines Doppelsiebes wird der Honigs nochmals gereinigt. In einem Wecktopf wird der Honig vorsichtig angewärmt, sodass es nicht zu einer Überhitzung kommt. Daraufhin folgt die Aufbereitung des Honigs, durch zum Beispiel die Impfung des Honigs mit feinkristalligem Honig oder das tägliche Rühren. Dies wird solange durchgeführt bis der Honig einen Perlmuttglanz erhält. Schließlich wird der Honig in Eimern dunkel, trocken und bei weniger als 10° C gelagert. Zuletzt wird dieser in Gläser abgefüllt und etikettiert.

Lea B. und Nesrin Y., P-Seminar "Bildung.beflügelt"

Links, ein geimpfter Honig; Rechts, ein nicht geimpfter HonigLinks, ein geimpfter Honig; Rechts, ein nicht geimpfter Honig

 

Schulchronik


Erstellt 1987 aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Vereins der Freunde des ThG.