Theresien-Gymnasium Ansbach

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EU-Projekttag in den 9. Klassen

Am 29. März veranstaltete das THG einen EU-Projekttag für die 9. Jahrgangsstufe. Das Ziel der Aktion war, den Schülerinnen und Schülern die EU näherzubringen und das Interesse der jungen Leute sowie deren Wissen über die EU zu steigern. Der Projekttag wurde in Zusammenarbeit der Fachschaften Sozialkunde, Geschichte, Wirtschaft, Spanisch, Englisch und Französisch organisiert, die vier Workshops zu unterschiedlichen Themen ausarbeiteten. Bereits im Vorfeld konnten sich die SchülerInnen für ein Themengebiet, mit welchem sie sich einen Vormittag lang auseinandersetzen wollen, entscheiden. Den Abschluss eines jeden Workshops bildete ein Expertengespräch zum jeweiligen Thema, das den Jugendlichen die Möglichkeit bot, spezifische Fragen zu stellen.

Frau Nachtrab und Herr Lippert boten den Workshop „Britain & Brexit“ an, in dem die SchülerInnen anhand von Videoausschnitten und textgebundenen Materialien sowie eigenen Recherchen den Verlauf des Brexits analysierten und eine Timeline erstellten. Der Unterricht fand dabei größtenteils auf Englisch statt, um den SchülerInnen ein Begreifen politischer Zusammenhänge zu erleichtern und ein Erlernen des nötigen Vokabulars zu ermöglichen. Abschließend vertiefte Rainulf Pichner, Zuständiger für Zoll- und Außenwirtschaftsrecht und internationales Vertragsrecht bei der IHK Nürnberg, das Wissen der Jugendlichen und leitete eine angeregte Diskussion zu Vor- und Nachteilen des Brexit sowie möglichen Auswirkungen auf Deutschland und die Welt.

Bei dem Workshop „Flüchtlinge in der EU 2018“ setzen sich die Jugendlichen mit Hilfe von unterschiedlichen Bild- und Textmaterialien zu gesetzlichen Grundlagen und Verfahren sowie zu  aktuellen Zahlen unter Betreuung und Beratung  von Frau Richter und Frau Saygili mit gegenwärtigen Tendenzen auseinander und designten anschließend in Kleingruppen aufschlussreiche und kreativ gestaltete Flyer zum Thema Flüchtlinge in der EU 2018. Das Expertengespräch führten die Schüler mit der Sozialpädagogin der Caritas, Katharina Kolb, sowie deren Praktikantin, Lisa Baldauf. Hierbei wurden inhaltliche Schwerpunkte und Probleme einer Flüchtlingsberatungsstelle thematisiert. Anschließend befassten sich die SchülerInnen in Gruppen mit gängigen Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen und analysierten unter Einbezug von bereitgestellten Informationsmaterialien deren Wahrheitsgehalt.

Innerhalb des Workshops „Zeitreise Europa“ begleiteten Herr Hanisch und Frau Jechnerer die 9. Klässler durch den Vormittag. Zu Beginn verschafften sich die Schüler mithilfe eines überdimensionalen Puzzles einen geographischen Überblick über Europa und begriffen durch ein Quiz die Gegenwärtigkeit der EU in ihrem Alltag. Die anschließende Dokumentation „Schlachtfeld Europa“ gewährte den Schülern ein Nachvollziehen der Historie Europas und verdeutlichte Sicherheit und Frieden als maßgebende Werte und als Garant unserer Zeit. Die zuvor erlernten Inhalte wurden durch das Expertengespräch veranschaulicht und verdeutlicht, zu dem die 84-jährige Ansbacherin Annelore Körner eingeladen wurde. In ihrem Vortag schilderte sie eindrucksvoll ihre Kindheits- und Jugenderlebnisse aus Kriegstagen. Frau Körner hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern und schuf sowohl durch die lokale Verbundenheit als auch durch das Einbetten von Anekdoten einen Bezug zu den Jugendlichen

Herr Schütz und Herr Ferger thematisierten bei ihrem Workshop „Erasmus-Tor zur Welt“ Verfahrensweisen eines Schüler-Austauschs und gingen dabei gezielt auf die Altersstufe 14-16 ein. Der Film „.Auberge Espagnole“, der etappenweise gezeigt und durch realitätsnahe Rollenspiele und kritische Diskussionen angereichert wurde, gab zudem Aufschluss über ein Auslandsstudium sowie Möglichkeiten nach dem Studium. Das Expertengespräch wurde von zwei Schülerinnen der 11. Klasse geleitet, die von ihren Erfahrungen in Frankreich und Kanada berichteten und dabei sowohl Chancen als auch Probleme und Komplikationen ansprachen.

Natascha Meindl, Fachschaft Sozialkunde