Theresien-Gymnasium Ansbach

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Weidmann trifft Lehrerinnen und Lehrer am 26./27.2.2015 in der Deutschen Bundesbank in Frankfurt

Die Deutsche Bundesbank hat nun schon zum dritten Mal Multiplikatoren für ökonomische Bildung aus ganz Deutschland eingeladen. Diesmal waren 32 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Bundesländern zugegen, die im Bereich der ökonomischen Bildung in allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen unterrichten. Das Theresien-Gymnasium Ansbach wurde durch Herrn OStR Nicolas Gäbel vertreten, der dort die Fächer Englisch, Wirtschaft und Recht sowie Wirtschatsinformatik unterrichtet.

Die Abteilung Ökonomische Bildung der Deutschen Bundesbank hat sich zum Ziel gesetzt, in Zukunft noch stärker die ökonomische Bildung in den Schulen zu unterstützen. Auch Schülerinnen und Schüler werden von Bundesbankpräsident Jens Weidmann im Rahmen eines Wettbewerbs zur ökonomischen Bildung in die Deutsche Bundesbank zu einer ähnlichen jährlichen Veranstaltung „Weidmann trifft Schülerinnen und Schüler“ geladen.

Die dieses Jahr eingeladenen Lehrerinnen und Lehrer trafen sich bereits am Vorabend der eigentlichen Veranstaltung mit klarem Fortbildungscharakter zu einem Abendessen, bei dem bereits Vertreter des Bereichs Ökonomische Bildung der Deutschen Bundesbank als interessante Gesprächspartner zu aktuellen geldpolitischen Fragestellungen Rede und Antwort standen. Der Vorabend diente außerdem dem Kennenlernen und bot überdies bereits die Möglichkeit des Austauschs über die Inhalte der ökonomischen Bildung in den jeweiligen Bundesländern.

Zentraler Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung sollte jedoch der nächste Tag werden, als man sich auf dem Gelände der Deutschen Bundesbank in deren Gästehaus traf, um zunächst den Ablauf des Tages vorgestellt zu bekommen.

Bundesbankpräsident Weidmann kam um 9.00 Uhr und nahm sich ganze zwei Stunden Zeit, um Fragen der Lehrerinnen und Lehrer zur Bundesbank und zu aktuellen Problemfeldern der europäischen Geldpolitik zu beantworten.

So wurde beispielsweise nachgefragt, wo sich das Gold der Deutschen Bundesbank derzeit befinde und man erfuhr, dass dies in New York, London, Frankfurt und Paris gelagert werde. Außerdem wies Bundesbankpräsident Weidmann hierbei auf einen neuen Film der Bundesbank zum Thema „Goldreserven im Tresor der Deutschen Bundesbank“ auf ihrer Internetseite hin.

Zentral in der Diskussion war aber Weidmanns Haltung zum Beschluss des Ankaufs von Staatsanleihen durch die Notenbanken des Eurosystems. Er wies diesbezüglich darauf hin, dass der Ankauf von Staatsanleihen die Bereitschaft, Strukturreformen zu unternehmen und die Haushalte in den Ländern der Eurozone zu konsolidieren, untergrabe. Auch dürfe angesichts solcher Maßnahmen nicht die Erwartungsbildung entstehen, dass die EZB stets als Nothelferin zur Verfügung stehe.

Weidmann unterstrich die Wichtigkeit für das Verständnis, dass Strukturprobleme nicht mit der Notenpresse gelöst werden könnten. Zwar habe das Eurosystem bisher eine wichtige Rolle gespielt, indem es eine Eskalation der Krise verhindert habe, so der Bundesbankpräsident, gleichzeitig schränkte er aber ein, dass Maßnahmen von Zentralbanken nicht die notwendigen Anpassungsprozesse ersetzen könnten.

Weidmann lud die Teilnehmer im weiteren Verlauf der Veranstaltung zu einer Besichtigung bzw. einem Rundgang durch die obersten Etagen der Deutschen Bundesbank ein. Hierbei konnte man die ausgestellten Arbeiten der Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank bewundern. Absolutes Highlight dieses erstmals für Lehrerinnen und Lehrer angebotenen Rundgangs war die Besichtigung der Arbeitsräume des Bundesbankpräsidenten. Zudem konnten die Lehrerinnen und Lehrer hier den exklusiven Blick auf die südlich von der Zentrale der Deutschen Bundesbank befindliche Skyline der Bankenhochhäuser im Bankendistrikt erhaschen.

Insgesamt gesehen war die eintägige Fortbildung wirklich äußerst lehrreich und bot neben vielen neuen Erkenntnissen einen sehr sympathischen und auskunftsfreudigen Bundesbankpräsidenten „zum Anfassen“.

[Anmerkung auf Wunsch der Deutschen Bundesbank: Herr Weidmann wurde stets indirekt zitiert, das Copyright des Bildmaterials besitzt die Deutsche Bundesbank]

Nicolas Gäbel

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